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DURCH DIE BRILLE VON...

Susanna Duda arbeitet bei Rainer Brenner als Orthoptistin. Sie haben keine Ahnung, was eine Orthoptistin ist? Kein Problem! In unserer ersten Ausgabe von

Orthoptistin ist ein Gesundheitsfachberuf, für den ich ein staatliches Examen abgelegt habe. Seitdem arbeite ich in einer Augenpraxisklinik in einer sogenannten Sehschule. Seit zwei Jahren bin ich im Hause Brenner ebenfalls als Orthoptistin tätig und berate Kunden mit speziellen Sehfehlern – Brenner ist einer der ganz wenigen Optiker, der seinen Kunden einen solchen Service anbietet. In der übrigen Zeit begrüße ich am Empfang.

Wer benötigt eine Orthoptistin?
Orthoptisten beschäftigen sich vor allem mit schlechtem oder fehlendem Binokularsehen, also dem beidseitigen Sehen. Unsere volle Sehfähigkeit erhalten wir erst durch das funktionierende Zusammenspiel beider Augen. Wenn das gestört ist, können Sehproblem und Beschwerden wie zum Beispiel Kopfschmerzen auftreten. Die Ursache können verschiedene Schielformen sein. Diese Probleme richtig zu diagnostizieren und zu einer Lösung – zum Beispiel durch eine geeignete Brille – beizutragen, ist die Aufgabe einer Orthoptistin. Sie untersucht zum Beispiel, ob das Schielen bei einem Kunden behandelt werden sollte oder ob das nicht nötig ist. Gerade bei Kindern im Vorschulalter stellt sich oft die Frage, ob die Korrektur einer funktionellen Sehschwäche notwendig und erfolgsversprechend ist. Dafür führe ich verschiedene Tests durch – unter anderem, indem ich einzelne Augen beim Sehen abdecke. Außerdem kann ich durch Prüfungen der Augenbewegungen Informationen über Nervenstörungen erhalten.

DURCH DIE BRILLE VON…

erläutert Frau Duda, bei welchen besonderen Sehfehlern sie helfen kann.

Meine Hauptaufgabe liegt in der Diagnostik und Aufklärung der Kunden mit speziellen Sehfehlern. Ich unterstütze aber auch den beratenden Optiker bei der Entscheidung für die richtige Glasstärke des Kunden. Ein Fall, der mir gut in Erinnerung geblieben ist, war eine jüngere Kundin mit Binokularproblemen. Sie war Juristin und litt unter unscharfem Sehen, Doppelbildern, Kopfschmerzen und Überanstrengung bei längerem Lesen oder am PC. Es lag ein latentes Außenschielen, eine sogenannte Nahexophorie, vor. Wir haben uns für eine leichte Prismenbrille entschieden. Eine solche Brille verändert den Winkel des Lichts, wenn es durch die Gläser fällt. Mit dieser Lösung verschwanden die Beschwerden der Kundin vollständig.


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